Denkmalschutz

Denkmalschutz und Denkmalpflege

In der Gemeinde Schalksmühle gibt es derzeit 10 Baudenkmäler und 1 Bodendenkmal. Diese sind in der sogenannten Denkmalliste eingetragen und stehen damit unter dem Schutz des Denkmalschutzgesetzes. Einige Denkmäler befinden sich im öffentlichen Eigentum, andere gehören Privatpersonen.

Eigentümerinnen und Eigentümer von Denkmälern sind verpflichtet, diese zu erhalten, zu pflegen und möglichst sinnvoll zu nutzen. Veränderungen an einem Denkmal, die über reine Erhaltungsmaßnahmen hinausgehen, benötigen eine denkmalrechtliche Erlaubnis. Das Genehmigungsverfahren führt die Gemeinde Schalksmühle als Untere Denkmalbehörde in Zusammenarbeit mit dem Märkischer Kreis (Obere Denkmalbehörde) sowie dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe durch.

Ansprechperson

Frau Christiane Dix

Darüber hinaus können Arbeiten an einem Denkmal steuerliche Vorteile mit sich bringen. Informationen hierzu erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Finanzamt. Auf Antrag stellt die Gemeinde Schalksmühle als Untere Denkmalbehörde außerdem eine Steuerbescheinigung nach § 40 Denkmalschutzgesetz aus. Bei Fragen zum Denkmalschutz oder zu Fördermöglichkeiten hilft Ihnen die Gemeinde Schalksmühle gerne weiter.

Online-Formulare zum Thema

Eingetragene Denkmäler in der Denkmalliste

Text aus der Baudenkmalsbeschreibung:

Bei dem Hauptgebäude des alten Hofes Wippekühl handelt es sich um ein zweigeschossiges Bauernhaus mit den Außenmaßen 13 x 11,5 m, bei einer Höhe von 11,7 m im Mittel, das um 1600 erbaut worden ist. Auffällig sind neben einer großen Nientür an einer Giebelseite Giebelverkleidungen aus schweren, breiten Eichenbrettern sowie ein steinernes Untergeschoss auf das ein Fachwerkteil aufgesetzt ist. Das innere Fachwerkgefüge ist weitgehend erhalten.

Der frühere Wohnbereich ist mit rundgeschliffenen Volme-Schottersteinen im Fischgrätmuster gepflastert. Hier sind auch die über die Jahrhunderte entstandenen Wand-Schablonenmalereien mit unterschiedlichen Motiven vorhanden, die durch einen Restaurator gesichert werden konnten. Im Wohnbereich besteht auch wieder - unterhalb der Räucherkammer - die offene Feuerstelle.

Der ehemalige Stallbereich ist originalgetreu ausgestaltet worden durch das Einbringen von Lehmstampfböden (dem damals üblichen Bodenbelag) und Rindertrögen aus Naturstein.

Weil das Gebäude in den letzten 400 Jahren keine wesentlichen Veränderungen erfahren hat, gibt es im Märkischen Kreis und weit darüber hinaus kein weiteres Beispiel für diese Bauweise, das auch nur annähernd so unverändert überliefert wurde.

Denkmalliste

GemeindekennzifferListenteilLfd. Nr.Gemarkung
05962056A10Schalksmühle, Flur 16, Flurstück 324, 391
 

Geografische Lage

RechtswertHochwert
3977615677134
 

Die Kirche wurde 1892 erbaut, der Kirchturm kam erst 1896 hinzu. Die Kirche hat ein Fassungsvermögen von rd. 600 Personen. 

Text aus der Baudenkmalbeschreibung:

Bei dem Kirchengebäude handelt es sich um einen neugotischen Saalbau mit dreiseitig umlaufender Empore zu vier Achsen und mit eingezogenem 5/8-Chor. Quadratischer Westturm, im Obergeschoss mit Ecklisenen und Spitzbogenfries unter eingezogenem Spitzhelm mit Schieferdeckung. Das Gebäude in Bruchsteinquadermauerwerk mit Werksteingliederung, die Dächer in Pfannendeckung. Das Gestühl und die Kanzel sind erhalten, ebenso die Farbverglasung der Fenster im Chor.

Denkmalliste

GemeindekennzifferListenteilLfd. Nr.Gemarkung
05962056A1Schalksmühle, Flur 5, Flurstück 217
 

Geografische Lage

RechtswertHochwert
3974365677629
 

Die Evangelische Kirche in Heedfeld ist Zeugnis der Sakralarchitektur der vergangenen Jahrhunderte und hat daher wesentlichen Dokumentar- und Symbolwert für den hiesigen Raum. Die Pfarrkirche hat auch städtebauliche Bedeutung, indem sie seit jeher zum eigenen, unverwechselbaren Gesicht des Ortes Heedfeld wesentlich beiträgt.

Text aus der Baudenkmalbeschreibung:

Die Evangelische Pfarrkirche Heedfeld ist eine tonnengewölbte Saalkirche zu drei Achsen in verputztem Bruchsteinmauerwerk. Eingezogener Chor mit 5/8 Schluß. Quadratischer dreigeschossiger Turm mit Rundbogenportal vor dem Westgiebel mit eingezogenem Spitzhelm. Schieferdach. Kanzelaltar aus der Erbauungszeit. Im Turm schlichter Grabstein der Eheleute Peter Dresel zum Lonscheid und Anna Maria Ledebur anno 1726. An der Südseite des Turmes Grabstein Natorp Jan. 1835.

Denkmalliste

GemeindekennzifferListenteilLfd. Nr.Gemarkung
05962056A4Hülscheid, Flur 12, Flurstück 954
 

Geografische Lage

RechtswertHochwert
4010455679299
 

Gemeinsam mit den ebenfalls in die Denkmalliste eingetragenen Kirchen in den Ortsteilen Schalksmühle und Heedfeld ist die Pfarrkirche. Zeugnis der Sakralarchitektur der vergangenen Jahrhunderte und hat daher wesentlichen Dokumentar- und Symbolwert für den heimischen Raum. Die beiden großen Glocken der Hülscheider Kirche mit den Jahreszahlen 1482 und 1487 reichen in die katholische Zeit der Hülscheider Gemeinde zurück. Die kleine dritte Glocke ist in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts gegossen worden. 

Text aus der Baudenkmalbeschreibung:

Die Evangelische Pfarrkirche Hülscheid ist eine Saalkirche mit eingezogenem quadratischen Chor und quadratischem Turm mit eingezogenem Spitzhelm vor dem Westgiebel. Verputztes Bruchsteinmauerwerk und Schieferdach, Dreiachsenrundbogenfenster, unter dem mittleren der Südseite ein Schriftstein mit Chronogram 1784: „AUXILIANTE DEO ECCLESIA HAECCE EX FUNDO RENOVATA ET PERFECTA / EST SUB CURA TH. H. PÖPINGHAUS HÜLSCHE DENDIUM / REFORMATORIUM FIDELIS AB ARCHITECTIS CORN. HEND ET CASP. WILH. IAC. ULENBERG FRATRIBUS". An der Südseite des Turmes zwei barocke Grabsteine.

Denkmalliste

GemeindekennzifferListenteilLfd. Nr.Gemarkung
05962056A6Hülscheid, Flur 10, Flurstück 453
 

Geografische Lage

RechtswertHochwert
4006055679878
 

Text aus der Denkmalsbeschreibung:

Rest einer Landwehr, Wallanlage, die das Land nach einer oder mehreren Seiten abgrenzt oder absperrt. Denkmal der Friedewahrung - Hauptzug des spätmittelalterlichen-frühneuzeitlichen Territorialstaates. Schlagbaum, mit dem der Straßenverkehr von Lüdenscheid nach Norden kontrolliert wurde. Wichtige Nord-Süd-Verbindungsstraße des Sauerlandes, kommt von Lüdenscheid, steigt im Freisenberg der Berg herauf und erreicht den Hülscheider Baum, die Grenze der Lüdenscheider Feldmark.

Denkmalliste
GemeindekennzifferListenteilLfd. Nr.Gemarkung
05962056B1Hülscheid, Flur 13, Flurstück 1050, 1049 tlw., 1047 tlw.
Geografische Lage
RechtswertHochwert
4020655678869

Baujahr 1911 - Festliche Einweihung am 16. April 1912

Das ursprüngliche Schulgebäude bestand aus dem Mittelteil und dem - in Blickrichtung - rechten Flügel. Die linke Seite wurde 1987 zur Erweiterung der Schule angebaut.

Text aus der Baudenkmalbeschreibung:

Bei dem Schulgebäude handelt es sich um ein zweiflügeliges Gebäude in teilweise verputztem Bruchsteinmauerwerk, zweigeschossig mit Walm- bzw. Krüppelwalmdach. Als Hauptfassade die Giebelseite des linken Flügels zu vier Achsen; Rechteckfenster mit scheitrechten Bögen. Das Dach rechts bis zum Erdgeschoss geschleppt, hier der rundbogige Eingang. Der Giebelschild in Fachwerk. Der rechte Flügel unter Walmdach mit dem Treppenhaus und der ehemaligen Lehrerwohnung.

Denkmalliste

GemeindekennzifferListenteilLfd. Nr.Gemarkung
05962056A7Hülscheid, Flur 13, Flurstück 128

Geografische Lage

RechtswertHochwert
4002755679488

Der Hafenkasten in Reeswinkel stammt aus dem Jahre 1691.

Es handelt sich um einen zweigeschossigen Kornkasten und um ein frühes Exemplar des Eckpfostentyps mit Zwischenständer und fehlender gesonderter Saumschwelle. Die Tür ist mittig angeordnet. Die Bohlenwände schließen den Gang rechts und links sowie die Kastenmitte ab, so dass der Raum in drei Gefache aufgeteilt ist. Das Obergeschoss ist über eine Außentreppe erreichbar.

Über der Tür findet sich die Inschrift:
"GOT GEBE SEINEN SEGEN DAREIN ANNO 1691"

Denkmalliste

GemeindekennzifferListenteilLfd. Nr.Gemarkung
05962056A9Schalksmühle, Flur 4, Flurstück 730

Geografische Lage

RechtswertHochwert
3959995677982

Baujahr 1905 - Erbaut von Hans Curt, gen. Heinrich Jaeger, einem Mitbegründer der Firma Gebr. Jaeger

Text aus der Baudenkmalsbeschreibung:

In exponierter Lage über dem Ortskern ein großer, gotisierender, zweigeschossiger Kubus mit angeschobenen Eckürmen, Mitteldachreiter mit Zwiebelhaube, Risaliten und Zwerchhäusern. Reiches Zierfachwerk im Zwerchhaus und am Drempel. Der runde Eckturm mit Steinbrückenfenstern, Kegelhaube und Wetterfahne. Jugendstilfarbverglasungen, ursprünglich aus andrem Bestand hier eingebracht. Kupferdeckung der Türme, sonst Pfannendeckung.

Denkmalliste

GemeindekennzifferListenteilLfd. Nr.Gemarkung
05962056A3Schalksmühle, Flur 5, Flurstück 544

Geografische Lage

RechtswertHochwert
3972815677669

Baujahr 1920, Fertigstellung der technische Einrichtung 1922 

2 Turbinen, 2 Generatoren mit 85 bzw. 170 KW

Text aus der Baudenkmalbeschreibung:

Die Wasserturbinenanlage ist bedeutend für die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse der Gemeinde Schalksmühle. Durch Wasserkraft wird Energie für die Produktionsverhältnisse der Fa. Thyssen erzeugt. Neben siedlungs- und geografischen Aspekten lässt sich auch die Ausnutzung der Ressource Wasser in der Weiterentwicklung über die Elektromechanik nachvollziehen. Unter Denkmalschutz steht das Gebäude nebst der darin befindlichen technischen Einrichtungen.

Denkmalliste

GemeindekennzifferListenteilLfd. Nr.Gemarkung
05962056A8Schalksmühle, Flur 20, Flurstück 138, 183 tlw.

Geografische Lage

RechtswertHochwert
3967875680208

Text aus der Baudenkmalbeschreibung:

Eckhaus zu zwei Geschossen in Neurenaissance-Formen mit reichem Staffelgiebel, die Staffeln mit einem steigenden Rundbogenfries reich stuckiert. Fayenceplatten im Architrav des mittleren Giebelfensters und in der Kranzgesimszone. Schaufenster in Segmentbogengestellen. Die Traufseite sechsachsig mit Zwerchhaus gegliedert. Im Ortskern das exponierteste und zugleich opulenteste Gebäude.

Denkmalliste

GemeindekennzifferListenteilLfd. Nr.Gemarkung
05962056A2Schalksmühle, Flur 5, Flurstück 169

Geografische Lage

RechtswertHochwert
3973615677654

Text aus der Baudenkmalsbeschreibung:

Klassizistisches Bürgerhaus als zweigeschossiges Krüppelwalmtraufenhaus zu fünf Achsen mit Mitteleingang, bergische Tür über gegenläufiger Freitreppe mit klassizistischem Gitter. Über der Mittelachse ein Fronton (Giebeldreieck). Bruchsteingebäude mit Werksteingliederung und Pfannendach, der rechte Giebelschild verkleidet. Zwei Linden vor dem Hauseingang.

Denkmalliste

GemeindekennzifferListenteilLfd. Nr.Gemarkung
05962056A5Hülscheid, Flur 12, Flurstück 941

Geografische Lage

RechtswertHochwert
4010455679349
Menü