Abfall vermeiden

Abfall vermeiden

Der beste Abfall ist derjenige, der erst gar nicht anfällt!

519 Kilogramm Müll hat jeder Einwohner in Deutschland im Jahr 2023 produziert (Quelle: Abfallaufkommen | Umweltbundesamt).

Zwar sank das Aufkommen der in den haushaltstypischen Siedlungsabfällen enthaltenen Fraktion „Hausmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle auf 14,3 Millionen Tonnen, das Aufkommen der getrennt gesammelten Fraktionen – u.a. Glas, Papier, gemischte Verpackungen - stieg in diesem Zeitraum auf 16,9 Millionen Tonnen an.

Um Ressourcen zu schonen und somit Mensch und Umwelt zu schützen, ist die Vermeidung von Abfällen daher vorrangiges Ziel der Kreislaufwirtschaft. Abfallvermeidungsmaßnahmen durch die Politik und Wirtschaft spielen natürlich eine große Rolle. Aber auch jeder einzelne Bürger kann seinen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden. Denn der beste Abfall ist derjenige, der erst gar nicht anfällt.

Leichter gesagt als getan. Und um diese einfache Botschaft umzusetzen sollte man selbst erstmal eine kleine „Bestandaufnahme“ im eigenen Alltag machen. Wo fallen zu Hause Abfälle an? Oder im Büro oder in der Freizeit?

Neben Lebensmittelabfällen aus der Essenszubereitung fallen vor allem Verpackungsabfälle wie Kartonagen, Konserven, Einwegflaschen oder Folien an. Aber auch Altkleider, Batterien und Akkus, Elektrogeräte oder auch Möbel und Einrichtungsgegenstände verursachen einen großen Anteil unseres Abfalls.

Viele dieser vor allem täglich anfallenden Abfälle lassen sich aber vermeiden!

Mehrweg-Geschirr schont die Umwelt und auch den Geldbeutel!

Viele Cafés bieten bei der Verwendung des mitgebrachten Coffee-To-Go-Bechers einen Rabatt an. Auch auf der eigenen Party zu Hause kann gut und gerne auf Einweg-Geschirr verzichtet werden. Die Primusschule in Schalksmühle hat zum Beispiel auf einem Schulfest darum gebeten, eigenes Geschirr mitzubringen. Auch auf einer sehr gut besuchten Veranstaltung wie dieser hat sich dieses Vorhaben wunderbar umsetzen lassen.

Für private Feiern kann man auch günstig gebrauchtes Geschirr in Secondhand-Läden, wie z. B. dem Werkhof Halver, erwerben. Das spart Müll und unterstützt nebenbei noch einen guten Zweck. Man kann es dort auch wieder abgeben, damit es weiterverkauft werden kann.

Wer kennt es nicht? Schnell noch etwas einkaufen und schon kauft man wieder eine Tüte, weil die bunten Baumwolltaschen zu Hause liegen. Zwar bieten viele Supermärkte und Geschäfte mittlerweile fast ausschließlich Papier- oder Baumwolltüten an. Aber auch diese Ressourcen können geschont werden, wenn immer eine Tasche in der Nähe ist. Auch die Brötchen beim Bäcker lassen sich gut in der mitgebrachten Baumwolltasche verstauen. Allerdings sollten Sie die Sahnetorte doch besser verpacken lassen.

Auch beim Obst und Gemüse kann man auf die bereitgestellten Plastiktüten verzichten. Die Supermärkte bieten Netze an, die man einfach beim nächsten Einkauf wieder mitnimmt und neu befüllt.

Mehrweg-Flaschen können bis zu 50 Mal wieder befüllt werden und sind somit wesentlich umweltschonender als Einweg-Flaschen. Da aber auch die Einweg-Flaschen seit einigen Jahren pfandpflichtig sind, wird oft automatisch angenommen, dass es sich hierbei ebenfalls um Mehrweg-Produkte handelt. Dem ist nicht so. Achten Sie daher beim Kauf des entsprechenden Produktes auf die Kennzeichnung „Mehrweg“.

Im eigenen Haushalt gibt es heutzutage viele batteriebetriebene Produkte. Der Batterieverbrauch kann aber deutlich gesenkt werden, wenn diese gegen Akkus ausgetauscht werden oder bei der Anschaffung neuer Geräte darauf geachtet wird, Geräte mit Netzkabel zu kaufen. Diese sind oft auch wesentlich günstiger und schonen somit den Geldbeutel.

  • Kaufen Sie bewusst. Heute hört man oft den Begriff „Wegwerfgesellschaft“. Oft werden Dinge günstig gekauft und bei einem Defekt genauso günstig wieder ausgetauscht. Dabei macht es oft Sinn, in ein zwar etwas teureres, dafür aber langlebigeres Produkt zu investieren. Auch lohnt es sich häufig, Gegenstände zu reparieren, anstatt sie sofort zu entsorgen. Und wenn man selbst etwas nicht reparieren kann, lohnt sich trotzdem die Nachfrage bei einer Recyclingbörse, die Dinge repariert und günstig als Secondhand-Artikel weiterverkauft. Auch das schont die Umwelt durch die Vermeidung der Herstellung neuer Produkte. Vielleicht bastelt aber auch Ihr Nachbar gerne und repariert Ihr Küchenradio, sodass Sie erst gar kein neues kaufen müssen.
     
  • Achten Sie beim Kauf von Lebensmitteln darauf, was Sie wirklich benötigen. Immer noch werden viel zu viele Lebensmittel weggeworfen, weil sie gekauft werden ohne zu wissen, was daraus zubereitet werden soll. Ist dann auch noch das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten, landen die Produkte in der Tonne. Schon vor dem Einkauf eine Einkaufsliste zu führen schont die Umwelt und auch wieder den Geldbeutel.
     
  • Kleidung ist heutzutage so günstig, dass einfach zu schnell und viel zu viel gekauft wird. Und dann ist die Saison vorbei und die Garderobe wandert so weit hinten in den Kleiderschrank, dass im nächsten Jahr natürlich auch wieder neu gekauft werden muss. Aber wirklich nötig ist das nicht. Und wenn es doch mal das ein oder andere neue Kleidungsstück sein soll, lohnt sich auch immer ein Blick in den Secondhand-Laden oder den Kleiderschrank der Freundin. Auch Kinderkleidung lässt sich wunderbar im eigenen Familien- oder Freundeskreis austauschen.

Ist der Platz im Kleiderschrank zu klein und es muss ein größerer her? Dann muss der alte Kleiderschrank nicht zum Sperrmüll wandern. Viele soziale Einrichtungen nehmen noch funktionstüchtige Möbel und andere Haushaltsgegenstände entgegen und holen diese sogar bei Ihnen ab. 

Doppelter Vorteil: es fällt weniger Sperrmüll an und andere Menschen freuen sich über kostengünstige Möbel und Haushaltsgegenstände!

Haben Sie noch Vorschläge, Ideen oder Anregungen?

Dann schreiben Sie uns gerne eine E-Mail: abfall(at)schalksmuehle.de

 

Ansprechperson

Herr A. Müller

Frau Andrea Soldanski-Hill

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