
Bereits 1976 beschloss der Bundestag das erste Energieeinsparungsgesetz (EnEG) mit dem Ziel, durch geeignete bauliche Maßnahmen den Energieverbrauch zu senken, um den stetig steigenden Energiekosten entgegenzuwirken. Als Folge des EnEG wurden die Wäremschutzverordnung und die Heizungsanlagenverordnung erlassen. Am 01.02.2002 wurden diese beiden Vorschriftenwerke durch die Energieeinsparungsverordnung (EnEV) abgelöst. Eine zweite Fassung trat 2004 in Kraft. Zur Umsetzung der EG-Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden wurde eine dritte Fassung erforderlich, die seit dem 01.10.2007 galt. Seit dem 01.10.2009 ist die neue verschärfte EnEV 2009 in Kraft. Weitere Informationen finden sie hier.
Bereits die Energieeinsparverordnung (EnEV 2007) forderte, dass die Eigentümer von großen, öffentlichen Dienstleistungsgebäuden mit regem Publikumsverkehr ab 1. Juli 2009 einen Energieausweis gut sichtbar aushängen. Rechts finden Sie die Energieausweise für die Gebäude der Gemeinde Schalksmühle, die natürlich auch in den jeweiligen Gebäuden aushängen.
Seit Mitte der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts führt die Gemeinde Schalksmühle in den größeren öffentlichen Gebäuden, die in Ihrem Eigentum stehen, ein Energiecontrolling durch mit dem Ziel, die Verbräuche für Strom, Wärmeenergie und Frischwasser zu reduzieren. Dadurch will die Gemeinde eine ökologische Vorbildfunktion übernehmen, die aber auch ökonomischen Zwecken dient. Jährlich erstellt die Gemeinde einen Energiebericht, der den Ausschuss für Umwelt und öffentliche Einrichtungen über die jeweilige Entwicklung im mehrjährigen Vergleich informiert.
Den aktuellen Energiebericht finden sie hier!
"Mach mit beim Klimaschutz in Schalksmühle" unter diesem Motto kooperieren die Schalksmühler Schulen und die Gemeindeverwaltung mit dem Ziel, konkrete Einsparungen zu erreichen bei Strom-, Wärme- und Wasserverbrauch. Das Wissen der Schüler um die Notwendigkeit des sparsamen Gebrauchs der Resourcen soll verbessert werden. Alle Projektpartner werden am materiellen Erfolg beteiligt. Das Projekt ist auf unbestimmte Zeit eingerichtet.
Die Schulen haben ihre Teilnahme verbindlich durch Abschluss einer Kooperationsvereinbarung erklärt. Ihnen steht eine externe technische und pädagogische Beratung zur Seite. Der erzielte Erfolg wird vom externen Berater jährlich festgestellt unter Berücksichtigung:
Nachweisbare Einsparerfolge werden den Schulen anteilig zur Verfügung gestellt.
In jeder Schule wurde ein Projektteam gegründet mit der Aufgabe
- die Zählerstände monatlich abzulesen und auszuwerten
- geeignete Maßnahmen in einem Aktionsplan zu formulieren und umzusetzen.
Die Gemeindeverwaltung verpflichtet sich, im Zuge anstehener Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen verbrauchsminimierende Lösungen zu suchen, die im Zuge ihres Controllings gewonnenen Erfahrungen den Schulen zur Behandlung im Unterricht zur Verfügung zu stellen, und die Umsetzung der sogenannten kleininvestiven Maßnahmen zu betreuen.
Die Schalksmühler Schüler sollen im Laufe ihrer Schullaufbahn Handlungskompetenz im Umgang mit endlichen Ressourcen erwerben. Sie sollen informiert werden über die Konsequenzen der Begrenztheit der fossilen Rohstoffe und den Auswirkungen des vermehrten Einsatzes zur Energieerzeugung auf das Erdklima. Am Beispiel ihrer eigenen Schule und der privaten Situation sollen sie den verantwortlichen Umgang mit Strom, Wärme und Wasser lernen.
Das Schulprojekt wird aus Bundesmitteln gefördert.
| Titel | Klimaschutz macht Schule in Schalksmühle |
| Laufzeit | 01.11.2009 - 30.10.2012 |
| Partner | Schulen der Gemeinde Schalksmühle, Verwaltung, ecoteam |
| Förderkennzeichen | 03KS0484 |
| Ziel | Senkung des Energieverbrauch durch Verbesserung des Nutzerverhaltens |
| Inhalt | Externe Betreuung der Schulen bei der Durchführung geeigneter Projekte und Akltionen |
| Link BMU | www.bmu-klimaschutzinitiative.de |
| Link Projektträger | www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen |
Anmerkungen:
An den Grundschulen wurden Luftqualitätsmessungen durchgeführt mit dem Ziel das Lüftungsverhalten zu verbessern.
Das Controlling dient zur schnellen Feststellung von Betriebsmissständen.
Die Hausmeister sind die Ansprechpartner vor Ort.
An der Verbundschule Löh wurde das Einsparpotenzial bei der Beleuchtung untersucht.